Ein Körper der regelmäßig trainiert wird, dem fällt es schwer eine Pause einzulegen. Er hat sich an die immer wiederkehrende Belastung gewöhnt und will nicht darauf verzichten. Dies gilt insbesondere bei Leistungssportlern, deren Wunsch sich zu bewegen noch deutlich stärker ausgeprägt ist. Nicht nur im Winter, sondern auch in den Übergangsjahreszeiten, wie Frühling und Herbst, sind viele Infekte im Umlauf und das Risiko sich anzustecken hoch. Hat es einen erwischt stellt sich die Frage, wie man vernünftig mit seinem Körper umgeht. Wir haben hier ein paar Tipps worauf du achten solltest.

Sport während des Infektes

Wer top fit ist, kann seinen Körper nach Tagesform belasten. Ein kleiner Schnupfen oder auch Husten sind ein Zeichen dafür, dass das körpereigene Abwehrsystem auf Hochtouren arbeitet, um alle Krankheitserreger zu bekämpfen. In diesem Fall bedeutet Sport für den Körper ein zusätzlicher Stress und kann sogar gesundheitsschädlich sein. Insbesondere bei Infekten, welche mit Fieber einhergehen. Die Viren können verschleppt werden und in den Blutkreislauf gelangen, was wiederum zu einer lebensgefährlichen Herzmuskelentzündung führen kann.

Leichte Bewegung, die den Puls nicht erhöht kann hingegen hilfreich sein, um z.B. Beschwerden zu lindern. Kopfschmerzen verbessern sich oftmals bei einem Gang an der frischen Luft. Das Gehirn erhält zusätzlichen Sauerstoff. Bei einem leichten Schnupfen, der nicht von Symptomen wie Fieber, Husten oder allgemeiner Abgeschlagenheit begleitet wird, kann ein sanftes Ausdauertraining nicht schaden. Wichtig ist hier auf seinen Körper zu hören, sich nicht zu überanstrengen oder zu verkühlen. Der Puls sollte immer im unteren Bereich bleiben. Moderat dosiert, kann diese Form der Bewegung sogar dabei helfen, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Durchblutung im Körper wird verbessert, dies betrifft auch die Nasenschleimhäute. Bewegung an der frischen Luft ist also grundsätzlich auch im kalten Winter zu empfehlen. Vorausgesetzt man ist gesund und trägt die passende Sportkleidung, damit der Körper nicht auskühlt. Mehr Tipps zur Kleidung erfahrt ihr in unserem Magazinbeitrag.

Bei Husten, Schnupfen oder auch Fieber heißt es Ruhe bewahren

Das Immunsystem ist geschwächt – wer jetzt Sport betreibt gefährdet seine Gesundheit. Fieber oder geschwollene Lymphknoten sind deutliche Anzeichen des Körpers, keine sportlichen Bewegungen zu machen. Dies gilt auch während der Einnahme von Antibiotika.  Auch wenn man bereits auf dem Weg der Besserung ist und sich fitter fühlt, ist eine Sportpause angebracht. Die Gefahr bei frühzeitiger sportlicher Belastung liegt immer darin, dass die Erkrankung einen langwierigeren oder gefährlicheren Verlauf nehmen kann. Sportpause ist angesagt.

Bei Fieber gilt striktes Sportverbot!

Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf Bakterien oder Viren. Woher das Fieber kommt ist, bezüglich auf die Frage ob man Sport treiben sollte, egal. Eine erhöhte Temperatur reicht aus, um dem Körper mit Sport zu schaden. Allgemein wird ab einer Körpertemperatur von 38° von Fieber gesprochen. Wird dieses Signal des Körpers ignoriert und Sport betrieben, kann es nicht nur zur Verschlechterung der Krankheit kommen, sondern auch schwere gesundheitliche Probleme auslösen.

Wie viele Tage nach dem Fieber darf ich wieder Sport machen?

Das Fieber schwächt den Körper. Dieser hat alle Ressourcen benötigt, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Bis sich der Körper davon erholt hat kann mehrere Tage dauern. Wie lange genau ist individuell und hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Insbesondere in den kalten Monaten sollte man mindestens eine Woche Pause machen. Der Körper läuft um diese Jahreszeit auf Hochtouren, um sich gegen Kälte und Viren zu schützen.

Wie lange muss ich generell die Sportpause einhalten?

Jeder Sportler sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine zu frühe Wiederaufnahme des Trainings eine große Belastung für den geschwächten Körper darstellt. In diesem Fall leidet die gesundheitliche Kondition mehr, als dass sie verbessert wird. Wer regelmäßig Sport betreibt, egal ob Freizeit- oder Berufssportler, muss sich damit abfinden, dass der Körper in erste Linie seine Kraft benötigt den Infekt zu bekämpfen. Hat der Körper dies geschafft, kann man ihn wieder langsam sportlich fordern. Eine allgemein gültige Regel, wann und in welcher Form das Training wieder aufgenommen werden darf, hängt von der Erkrankung und Konstitution des Sporttreibenden ab. Wer sein Training wieder aufnimmt und sich noch schwach fühlt, obwohl er sanft einsteigt, sollte auf den Körper hören und die Pause verlängern. Auch wenn der grippale Infekt keine Symptome mehr aufweist, ist die Körperenergie noch nicht ausreichend zurück. Der Muskelaufbau sollte entsprechend langsam erfolgen.

Wer noch auf Medikamente angewiesen ist, um den Alltag zu bestreiten, sollte sich mit Spaziergängen an der frischen Luft begnügen. Bei hartnäckigen oder schwereren Infekten kann dies drei bis vier Wochen andauern.

Hilft Sport meinem Körper einer Erkältung vorzubeugen?

Generell wirkt sich Sport, für auf die körpereigenen Abwehrkräfte, sehr positiv aus. Wer verantwortungsbewusst seinen Körper an seine Grenzen führt, kann so sein Immunsystem zu stärken. Ebenso wichtig für die Gesundheit sind wenig Stress, genügend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Trinkmenge. Eine achtsame Händehygiene, insbesondere nach dem Aufenthalt in großen Menschenmengen, mindert das Ansteckungsrisiko. Im Winter sollte der Outdoorsport langsam angegangen werden. Der Körper braucht Zeit sich auf die Temperaturen einzustellen. Wichtig ist hier die passende Kleidung zu tragen. Wenn möglich die spärlichen Sonnenstrahlen zum Sport nutzen und Vitamin D tanken.

Beim Sport den Infekt „rausschwitzen”?

Ob beim Saunagang oder beim Sport, der Mythos man könne einen Infekt ausschwitzen hält sich hartnäckig. Sicherlich haben es auch schon viele ausprobiert. Bei dem ein oder anderen mag es sogar auch geklappt haben. Wie schon erwähnt hängt dies davon ab, wie schwer der Infekt ist. Die erhöhte Durchblutung kann sich sowohl positiv als auch negativ auf den Heilungsprozess auswirken. Bei Fieber und starkem Unwohlsein ist jedoch ganz klar davon abzuraten. Der Körper sendet in der Regel eindeutige Signale, man sollte sie auch ernst nehmen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Was kann passieren, wenn ich den Körper nicht ernst nehme? Wenn ich wieder zu früh Sport betreibe, wirft dies meinen Körper in seinem Genesungsverlauf regelrecht zurück. Eine damit verbundene Komplikation kann eine Herzmuskelentzündung sein. Dies passiert, wenn sich beispielsweise, durch Sport oder andere Anstrengungen, die Viren eines grippalen Infektes im Körper ausbreiten. Theoretisch ist dies auch ohne Sport möglich, allerdings erhöht Sport die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer einfachen Erkältung eine unter Umständen lebensbedrohliche Herzmuskelentzündung entsteht. Insbesondere junge Sportler muten sich zu schnell zu viel zu. Sie kurieren eine „einfache“ Erkältung nicht richtig aus und sind so häufiger von einer Herzmuskelentzündung betroffen. Haben sich die Krankheitserreger eines Infektes im Körper ausgebreitet, können sie einige Organe angreifen. Sehr gefährlich wird dies, wenn es zu einer Entzündung des Herzmuskels kommt.

Wer sich unsicher ist, ob eine Wiederaufnahme des Sports in Ordnung geht, sollte im Zweifel lieber seinen Arzt um Rat fragen. Ein Blutbild oder Herzkreislaufmessung kann darüber Aufschluss geben, ob der Körper noch geschwächt ist.

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